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Jul 13
2020
Corona: Kieler entwickeln Warn-Armband

Monatelang hat die Nation im Home Office gearbeitet, Kollegen kannte man lediglich von Videokonferenzen, Urlaube wurden verschoben, Familienbesuche auf ein Minimum reduziert.

In diesen Monaten haben Menschen von unseren Kommunikationslösungen profitiert; öffentliches #SH_WLAN, damit wir alle digital leben können, kostenlose Videokonferenzen mit unserer Eigenentwicklung Ahoy!-Conference, stressfreies Arbeiten mit unserer IPV-Telefonanlage.

Gerade in Zeiten des Social Distancing sind solche digitalen Lösungen wichtig -- nicht nur, um weiterhin arbeitsfähig zu bleiben sondern auch, damit alle weiterhin am Leben und der neu geschaffenen Normalität teilhaben können. Inklusion heißt die Devise.

Das Problem mit der Corona-App

Gelegenheiten, die Welt inklusiver, besser, smarter zu gestalten, bieten sich einem tagtäglich. Das dachte ich mir auch, als die Corona-Warn-App der Bevölkerung als weiterführende Schutzmaßnahme präsentiert wurde. Eine Anwendung, die lediglich auf Smartphones neuerer Generationen funktioniert? Das muss besser gehen.

Denn was bei der Entwicklung dieser Idee offenbar außer Acht gelassen wurde: ganze Bevölkerungsgruppen werden hierdurch ausgeschlossen. Ausgerechnet ältere Menschen und sozial Schwächere werden benachteiligt, da ihre oftmals älteren Smartphones nicht kompatibel mit der App sind. Und was ist mit denjenigen, die gar nicht erst über ein Smartphone verfügen? Ganz zu schweigen von Senioren oder Menschen mit Behinderung, für die die Bedienung eines Smartphones zu kompliziert ist. Und Obdachlose werden komplett ausgeschlossen.

Und wenn man die Causa App näher beleuchtet, tut sich eine weitere Problematik auf: es wird davon ausgegangen, dass das Smartphone der ständige Begleiter aller sei. Das mag zwar für einen großen Teil der Bevölkerung zutreffen, ist aber längst nicht bei jedem so. Erst recht nicht bei älteren Menschen, bei Kindern oder wenn von Berufs wegen ein Smartphone nicht mit sich getragen werden darf.

Die smartere Lösung: das Corona-Warn-Band

Die Problematik rund um die Corona-App ist eine dreigeteilte: eine sozial inklusivere Lösung muss entwickelt werden, die günstig, technisch ausgereift und praktikabel für den Alltag ist. Gemeinsam mit dem Kieler Bündnis gegen Altersarmut und Olaf Landsiedel von der CAU Kiel ist eine solche Lösung entstanden: das Corona-Warn-Band.

Es handelt sich hierbei um ein Armband mit langer Akku-Laufzeit, das technisch ähnlich wie die App funktioniert (vgl. Schema 1 und 2). Auch unser Armband protokolliert Kontakte mit Menschen in der Umgebung, die entweder die App auf ihrem Smartphone installiert haben oder ein Corona-Warn-Band tragen. Diese Kontakte können wie bei der App mit den Tageskennungen von Infizierten abgeglichen werden. Hier kommt ein weiterer Vorteil von uns als Bereitsteller von digitaler Infrastruktur zum Tragen:

Die Accesspoints unseres #SH_WLAN, das größte, nahezu flächendeckende öffentlichen WLAN im Norden, können wir mit Lesegeräten ausstatten. So wird der Datenabgleich bspw. beim Einkaufen ermöglicht. ADDIX-Lösungen, die perfekt zusammenarbeiten.

Weitere Vorteile liegen auf der Hand: das Armband hat man stets dabei. Es werden keine weitere Daten erfasst und es ist auch nicht mit GPS ausgestattet. Das Wearable ist wasserdicht, in verschiedenen Farben erhältlich und es erleichtert die Sichtkontrolle, z. B. wenn Veranstalter überprüfen, ob ihre Gäste die Corona-Warn-App auch verwenden. Anstatt sich ein neues Smartphone anschaffen zu müssen, liegen die Kosten für ein Corona-Warn-Band dabei bei etwa 35 Euro, bei größeren Stückzahlen entsprechend weniger. Und auch für Kinder ist das Armband die bessere Option, da das Mindestalter für die Nutzung der App bei 17 Jahren liegt.

Die Politik in der Verantwortung

Natürlich müssen auch hier einige Vorgänge umgedacht werden; während sich App-Nutzer bei einer Infektion per TAN oder QR-Code melden können, ist das beim Armband nicht möglich. Hier ist eine Kooperation mit dem Gesundheitsamt erforderlich.

Ganz allgemein bedarf es der Unterstützung der Regierung, um solche fortschrittlichen Lösungen auf den Weg zu bringen. Ein erster Schritt mit unseren starken Partnern ist getan, um eine smartere und sicherere Zukunft zu erschaffen. Wir freuen uns, mit dem Corona-Warn-Armband eine weitere Innovation vorstellen zu können, die sicher einfach und einfach sicher ist.

Weiterführende Links:

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